
Rinetta Klinger
Geboren Gewachsen Geschult Gelernt Gesehen Gefehlt Gefallen Aufgestanden Dreck abgeklopft Weitergegangen Neu angefangen Gelernt Gesehen Erschaffen Gefreut Gelacht Geweint Gerühmt Gescholten Geliebt Geehrt Verwehrt Gesiegt Besiegt Vergessen Erinnert Ideen geboren Verwirklicht Verworfen Vermisst Gefunden Geliebt Gehasst Beneidet Gegönnt Gehofft Geknickt Nach oben geblickt Kreuz durch gedrückt Weiter gegangen Neu angefangen Gelernt Gesehen Gefehlt Gefallen Aufgestanden Dreck abgeklopft Weitergegangen Neu angefangen Gelernt Vergessen Erinnert Ideen geboren Verwirklicht Verworfen Vermisst Gefunden Geliebt Gehasst Beneidet Gegönnt Geschult Gelernt Gesehen Gefehlt Gefallen Aufgestanden Dreck abgeklopft Weitergegangen Neu angefangen Gelernt Gesehen Erschaffen Gefreut Gelacht Geweint Gerühmt Gescholten Geliebt Geehrt Verwehrt Gesiegt Besiegt Vergessen Erinnert Ideen geboren Verwirklicht Verworfen Vermisst Gefunden Gesehen geschaffen … Luxusgirl & das Leben geht weiter
Biografie
1971
geboren in Schilute, Litauen
1972
Auswanderung als deutschstämmige Familie nach Deutschland (Aalen, Baden-Württemberg), in die Nähe der Großeltern, mütterlicherseits.
Zweisprachiges Aufwachsen und kulturbedingte Startschwierigkeiten in neuer Heimat:
litauische Sprache (durch traditionsbewusste Großeltern in Aalen) und deutsche Sprache (durch Schulausbildung und Elternhaus) – Familie lebt in den ersten Jahren auf engstem Raum und wird von Einheimischen aufgrund Sprachproblemen schlecht integriert
1978 bis 1991
Schulausbildung mit Abiturabschluss in Aalen
Familie orientiert sich stark religiös in neuer Heimat: nach Auswanderung schloss sich die ursprünglich modern lebende Familie einer streng evangelisch-lutherisch orientierten Religionsgemeinschaft an, welche aus Auswanderern aus dem Baltikum besteht und in orthodoxen Strukturen auf die Familie wirkt
erste zaghafte Skizzenversuche zur Raumgestaltung der Gebetsräume entstehen; sie enthalten überwiegend bunte und fröhliche Motive und ermöglichen ein inwendiges Entfliehen aus der gepredigten düsteren Welt von Teufel und Verderbnis
1991 bis 1992
Mehrmonatige Studienreise nach Israel, Ägypten und durch Europa für erste Studien – erste Kunstmappe und erste Entwürfe für Stoffmuster entstehen (Hang zu Naturmotiven und Farbvielfalt prägt sich aus).
1992
Heirat
1992 bis 1993
Berufsausbildung zur Modistin/ Hutmacherin
Nördlingen
In der Lehrzeit entstehen erste mutigere Motive vorrangig für Stoffmustergestaltung von Bekleidung. Eigene Hutkreationen gehen weit über das Lehrziel hinaus, deshalb Entschluss für Bewerbung zum Modedesignstudium.
1993
Berufsausbildungsabbruch nach einem Jahr wegen Studienplatzannahme Modedesign in Stuttgart
1993 bis 1996
Modedesign-Studium in Stuttgart
Abschluss zur Modedesignerin
mit erster eigener Kollektion
1996
Auswanderung nach Tel Aviv (Israel)
zeitgleich wird beim Vater Darmkrebs attestiert, was das Sesshaft werden in Israel erschwert.
1996 bis 1998
Aufbau eines eigenen Modelabels und Führung des eigenen Modegeschäftes im Zentrum von Tel Aviv Mode für moderne junge Frauen von 20-30 Jahren mit Interesse an Kunst und Lifestyle
in diesen Jahren Fortschreiten der Krebserkrankung des Vaters, dadurch bedingt unzählige Deutschlandbesuche; trotz mehrerer schwerer Operationen, erholt er sich sehr gut und stirbt dann völlig unerwartet. Der Abschied wird in den folgenden künstlerischen Werken motivisch verarbeitet, so folgt eine lange Arbeitsphase in den Farben schwarz, weiß und rot.
1997 bis 1998
Beteiligung an Gruppenausstellungen:
- „Diversities“ temporärer Kunstraum „Shalom“, Tel Aviv-Jaffo
- „highly unlikely“, Kunstraum HaYarkon, Tel Aviv
- „no / maybe“, Galerie Goldblum, Tel Aviv
1998 bis 1999
nebenberufliche Tätigkeit am Goethe Institut Tel Aviv, um Bezug zu künstlerischer Arbeit nicht ganz zu verlieren und Netzwerk zwischen israelischen und deutschen Künstlern aufzubauen
1999
Einzelausstellung „Abysses“, Showroom Basel, Tel Aviv
1999
Trennung von Ehegatten aufgrund Ehekrise, verstärkt durch den schweren Verlust des Vaters. Die starken litauischen Familienbande und die in dieser Zeit familiär aufkeimenden Unterschiede in Religion und Lebenshaltung, belasteten sehr. Es folgt eine Rückkehr nach Deutschland. Köln wird ein neuer Lebens- und Schaffensmittelpunkt.
1999 bis 2000
Tätigkeit als Marketingassistentin in der Galerie „Kunsthaus Köln“ (erster Prototyp eines Kunstkaufhaus-Konzeptes in Deutschland)
1999 bis 2001
mit der Rückkehr nach Europa endlich wieder verstärkte künstlerische Arbeit – Bildwerke mit starker Farbintensität entstehen – parallel dazu folgen die private Aufarbeitung der Ehescheidung und des Vaterverlustes mittels kompletter Zuwendung zur künstlerischen Arbeit
Das LUXUSGIRL erwacht zum Leben.
2001
Ortswechsel nach Berlin
2001 bis 2005
Eintauchen in Berliner Künstlerszene – Tätigkeit als Barfrau und Netzwerkaufbau als bildende Künstlerin
2005 bis 2008
Gründung eines eigenen Künstlercafés „Rinetta’s“ in Berlin-Prenzlauer Berg, welches aufgrund rasanter Kiezentwicklung 2008 schließt.
seit 2008
konsequente Atelierarbeit als Bildende Künstlerin in Berlin-Prenzlauer Berg; Teilnahmen an künstlerischen Wettbewerben im In- und Ausland folgen
„Ihre klare Entscheidung für die künstlerische Arbeit einhergehend mit ihrer persönlichen Aufarbeitung von Kindheit, Entwurzelung, extremen Religionseinfluss in Kinder- und Jugendjahren und ihrer Ehejahre sowie der Verlust des Vaters bewirken, dass ihre Bildwerke zunehmend befreiter wirken, spielerische Elemente als dritte Dimension immer mehr Raum einnehmen, starke Farbkontraste ihre Arbeiten prägen, die Bildformate großzügiger werden und ihre Linienführung weicher.“
(Zitat: Dörte Meyer, Kuratorin Berlin)
2010
„Lebensfreude für alle – soulfulness for everyone“ wird Lebensmotto und künstlerischer Motor zugleich. Künstlerische Installationen wie „The Art of Happiness“ zum Thema Glück entstehen und erregen international Aufmerksamkeit, u.a. Ausstellungsbeteiligung auf Gruppenausstellung „Simply Happy“ in Tel Aviv, Einladung nach London und Madrid von „The Hub“ mit der Installation folgen.
Mai 2010
Künstlerische Erst-Ausstattung mehrerer Hotelsuiten im Hotel Papageno Wien (Auftragsarbeit mit je einem Kunstwerk und einer Wandinstallation)
2011
Teilnahme an künstlerischen Wettbewerben, u.a. Kunstwettbewerb für zeitgenössische Kunst bei Berlin Achtzig Galerie , Artist Wanted, für Stipendium 2011 (Künstlerresidenz in Bangalore, Indien) beim Goethe Institut, BAGL SPRINGtime 2011 bei BAGL – Berlin Artists Going Live, Berlin Biennale 2011
Ende 2010/Anfang 2011
bis Frühjahr 2012
weitere Auftragsarbeit in Wien – künstlerische Projektleitung im Rahmen der Gestaltung Repräsentationsräume im Hotel Papageno Wien mit klar designten und farbintensiven Elementen.